26. September 2026 30.000 Menschen demonstrieren in Frankfurt gegen Sozialkahlschlag

Aktionstag der DGB Gewerkschaften ein voller Erfolg!

Aktionstag Sozialstaat in Frankfurt


Frankfurt, 26.09.2026  

 Über 30.000 Menschen haben am Samstag, 26.09.2026, in Frankfurt am Main ein deutliches Zeichen gegen Kürzungen beim Sozialstaat und Verschlechterungen bei der Arbeit gesetzt. Deutschlandweit waren es 175.000. Unter dem Motto „HART VERDIENT! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ forderten sie Reformen, die Sicherheit stärken, gute Arbeit sichern und wirtschaftlichen Aufschwung mit sozialer Gerechtigkeit verbinden.  

Bei Kundgebungen und Demonstrationen in 15 Städten machten der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften deutlich: Der Sozialstaat ist kein Geschenk, er ist das Ergebnis der Arbeit und Beiträge von Millionen Menschen. Sie dürfen nicht mit weniger Leistung, höheren Kosten und neuen Hürden abgespeist werden, sondern haben Anspruch auf gute Gesundheitsversorgung, soziale Sicherheit und eine verlässliche Rente.


Es sei Zeit, dem Sozialkahlschlag und der Kürzungspolitik der Bundesregierung entgegenzutreten, so Daniel Bremm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall. "Wir halten an einem starken Sozialstaat fest. Es geht um die Rente nach 45 Beitragsjahren, es geht darum, dass Medikamente und Pflege bezahlbar bleiben und die Unternehmen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden. Statt Dividendenausschüttungen braucht es ernsthafte Investitionen in die Standorte, statt Jobabbau gute Arbeitsbedingungen, Beschäftigungssicherung und den Erhalt der 35-Stunden-Woche", so Bremm weiter.


Die IG Metall stemmt sich in Südhessen und ganz Deutschland gegen Kürzungsprogramme von Unternehmens- und staatlicher Seite. Auch die IG Metall Jugend machte am Samstag in Frankfurt deutlich, dass sie nichts von einer Politik hält, die ihr den Ausblick auf eine Rente mit 70 gibt, während gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen und Sozialstandards geschliffen werden. So möchte die Bundesregierung unter anderem Kettenbefristungen von bis zu vier Jahren und einen 13-Stunden Arbeitstag möglich machen.

Die 175.000 Menschen, die dem Aufruf der Gewerkschaften am 26. September in ganz Deutschland folgten gaben dazu ein deutliches Zeichen: So nicht!