Aufruf zu Großdemonstration Solidarität statt Sozialabbau!

DGB, IG Metall und weitere Organisationen rufen für den 26.09.2026 zur Großdemonstration in Frankfurt am Main auf. Wir stellen uns dem Kahlschlag der Bundesregierung entgegen!

Warnstreik der IG Metall Darmstadt; Demonstrationszug zum Haus der Wirtschaft, Hessen, Arbeitgebervertretung,  07.11.24, Foto: Tim Wegner


Am 26. September rufen der DGB und die IG Metall in Frankfurt zu einer Großdemonstration auf. Der Anlass ist ernst: Immer mehr politische Vorstöße der Bundesregierung greifen grundlegende soziale Errungenschaften an, die Beschäftigte über Jahrzehnte erkämpft haben. Dies kommt einem sozialen Kahlschlag gleich.

Ob bei der Rente, der Arbeitszeit, der Gesundheitsversorgung oder den ständig steigenden Lebenshaltungs- und Mietkosten – die Lasten werden immer stärker auf die Beschäftigten, Rentnerinnen und Rentner sowie ihre Familien abgewälzt. Die angekündigten Steuererleichterungen werden das Minus, dass durch erhöhte Sozialbeiträge und Narrenfreiheit der Reichen und Konzerne entsteht, nicht ausgleichen können.

Besonders deutlich wird das bei den Diskussionen um die Rente nach 45 Beitragsjahren. Wer ein Leben lang gearbeitet und in die Sozialversicherung eingezahlt hat, muss auch künftig die Möglichkeit haben, ohne Abschläge in den Ruhestand zu gehen. Statt ständig neue Verschlechterungen zu diskutieren, braucht es Respekt vor der Lebensleistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Ebenso entschieden treten wir für den Erhalt des 8-Stunden-Tages ein. Er ist kein überholtes Relikt, sondern eine der wichtigsten Schutzvorschriften für die Gesundheit von Beschäftigten. Eine weitere Aufweichung der Arbeitszeitregelungen würde den Druck in vielen Betrieben erhöhen und die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit weiter verschlechtern.

Der Sozialstaat steht nicht zur Disposition. Gute Renten, eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung, eine menschenwürdige Pflege, bezahlbares Wohnen und faire Arbeitsbedingungen sind keine Privilegien, sondern Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft.

Deshalb: Termin vormerken, weiterleiten und mit nach Frankfurt kommen!

Je mehr Menschen auf die Straße gehen, desto deutlicher wird das Signal an die Politik: Hände weg von unseren sozialen Errungenschaften! Wir werden nicht zulassen, dass der Sozialstaat einen Kahlschlag erlebt.


Aufruf Sozialproteste_26.09.2026