Babenhausen/Bensheim/Raunheim/Darmstadt.
IG Metall führt Warnstreiks gegen Minus-Angebot der Arbeitgeber weiter
Als Reaktion auf den von den Arbeitgebern geforderten Reallohnverzicht für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall Darmstadt zu Warnstreiks in den Betrieben in Südhessen auf. Heute waren die Beschäftigten bei Honeywell in Raunheim, Dentsply Sirona in Bensheim und Aumovio in Babenhausen im Warnstreik.
Die IG Metall hatte den Arbeitgebern ein ausgewogenes Tarifpaket unterbreitet, das die unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen berücksichtigt: 5 Prozent höhere Entgelte, die tarifliche Sicherung von Arbeitsplätzen und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Boom-Unternehmen.
Die Arbeitgeberverbände boten dagegen vergangene Woche eine streichbare Einmalzahlung im Juli 2027 und 1,3 Prozent höhere Entgelte ab Juli 2028 an bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 26 Monaten. Die bisherige Offerte der Arbeitgeber würde auf deutliche Kaufkraftverluste hinauslaufen und würde die wirtschaftliche Krise damit verschärfen.
Daniel Bremm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Darmstadt „Die Stimmung in den Betrieben ist eindeutig. Viele Kolleginnen und Kollegen haben kein Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber die wirtschaftliche Belastung einseitig auf die Beschäftigten abwälzen wollen. Mit dem Warnstreik setzen wir ein klares Signal: Wir erwarten schleunigst Bewegung von den Arbeitgebern am Verhandlungstisch.“